Energie neu denken

KWK-Strategie Sennestadt

Feinkonzept »KWK Modellkommune Bielefeld«

Das Stadtumbaugebiet und einstige städtebauliche Experiment Sennestadt mit seinen 14.700 Menschen in 7.250 Haushalten sollte zum KWK-Modellquartier der Stadt Bielefeld werden und schrittweise eine Nahwärmeinfrastruktur mit effizienten Erzeugungsanlagen erhalten. Die Sennestadt wäre damit der einzige KWK-Pilotraum in NRW, der als Stadtumbauquartier »Soziale Stadt« sowohl ein Konzept zur Energetischen Stadtsanierung, einen Sanierungsmanager, als auch eine große Klimaschutzsiedlung in eine gemeinsame Strategie zur energetischen Quartierserneuerung integriert hätte.

Zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wurde das Feinkonzept „KWK Modellkommune Bielefeld“ von den Stadtwerken Bielefeld zusammen mit dem Büro Jung Stadtkonzepte, Köln, erarbeitet. Das Umweltamt hatte progress.NRW und EFRE Mittel akquiriert, um ein dynamisch wachsendes Stadtteilnetz in Bürgerhand für die Sennestadt konzipieren zu lassen. Da sich die bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen zum Ende der Projektlaufzeit nachteilig veränderten, war die wirtschaftliche Umsetzung des Projektes ohne eine investive Anschubfinanzierung nicht möglich.

Drei Blockheizkraftwerke sind in Betrieb; zwei in Wohnanlagen, eines in einem öffentlichen Gebäude. Bei einem Bürgerspaziergang wurde die Technik der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein neuer Weg der Wärmeversorgung wird nun in der geplanten Klimaschutzsiedlung mit einem kalten Nahwärmenetz angegangen.

BHKW-Spaziergang

Bei einem Spaziergang zu zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) in der Sennestadt haben die Sanierungsmanager zusammen mit Fachleuten der Stadtwerke interessierten BürgerInnen das technische System erläutert. Das war interessant für potenzielle Neunutzer, die ihr Heizsystem erneuern wollen und über einen Technikwechsel nachdenken.

BHKW ist ein robustes System und nachgewiesenermaßen vor allem bei größeren Objekten effizient. Problematisch können Schallschutz und Investitionskosten sein.

Es wurde über Fördermittel und mögliche Kombinationen mit anderen Gebäuden oder die intelligente Nutzung von erneuerbaren Energien informiert.

Kaltes Nahwärmenetz

Wärme kommt aus der Erde

Mit der Klimaschutzsiedlung Sennestadt ist eine nachhaltige Energieversorgung verbunden. Wärme wird durchgängig und für alle verbindlich mit Wärmepumpen erzeugt. Damit diese sehr effizient laufen können, holen sie Wärme aus dem Boden und nicht aus der Luft. Tiefenbohrungen fördern die Erdwärme mit einer konstanten Temperatur von rund 10° C. Daher heißt die Technik auch „Kalte Nahwärme“. Der Vorteil: Im Winter kommt Wärme aus kaltem Wasser und im Sommer nimmt das kalte Wasser die Wärme aus dem Gebäude gerne wieder mit in die Erde. Die Gebäude können beheizt und gekühlt werden. Die Stadtwerke Bielefeld investieren in die Technik und bieten die Wärmeversorgung als Dienstleistung an (Contracting). Der Strom für die Wärmepumpen kommt vorzugsweise von der Sonne. Fotovoltaikanlagen auf den Dächern erzeugen Strom und versorgen den Haushalt.

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Forschungsschwerpunkt IFE

„Interdisziplinäre Forschung für dezentrale, nachhaltige und sichere Energiekonzepte“ (IFE) ist ein Forschungsschwerpunkt am Campus Minden der Fachhochschule Bielefeld.

Die Lehrgebiete „Physik“, „Messtechnik“, „Informatik“ und „IT-Sicherheit“ befassen sich koordiniert mit praktischen Fragen des Energie- und Raumklimamonitorings, der Altbausanierung und des gesunden Raumklimas. Sie entwickeln Energiekonzepte, Messkonzepte und BigData-Konzepte unter Gesichtspunkten der Userakzeptanz und IT-Sicherheit.

Es werden Beiträge zur Entwicklung klimaschonender Wohngebäude im Stadtlabor Sennestadt geleistet, das Umweltbewusstsein von Bewohnern und Studierenden wird gefördert und es gilt einen Wissenstransfer in die Praxis zu schaffen.

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IFE Projekt »Vertikale Photovoltaik«

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KlimaNetze

Das Forschungsprojekt KlimaNetze ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Verbundprojekt innerhalb des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA).

Untersucht wird, wie sich im lokalen Klimaschutz in Bielefeld und Darmstadt beteiligte Personen und Organisationen miteinander vernetzen. Es geht darum zu erfahren, was das gemeinsame Handeln fördert oder behindert und Hinweise zu gewinnen, wie Bielefelder Aktive ihr Netzwerk stärken können. In Reallaboren entwickelt und erprobt das Projekt, zusammen mit Klimaschutzaktiven aus Bielefeld, gezielte Veränderungen im lokalen Klimaschutz. Die gewonnen Erkenntnisse und praktischen Lösungen werden mit Klimaschutzaktiven aus Darmstadt diskutiert und auf ihre Übertragbarkeit geprüft.

Verbundpartner sind die Städte Bielefeld und Darmstadt, das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) und die RWTH Aachen University mit den Lehrstühlen für Technik und Organisationssoziologie (IfS) sowie für Planungstheorie und Stadtentwicklung (PT). Praxispartner sind Transition Town Bielefeld, die B.A.U.M Consult GmbH und die Sennestadt GmbH.

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