Willkommen im grünen Bereich
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Stadtumbau Sennestadt

Die Sennestadt morgen: Reichow für das 21. Jahrhundert

Die ehemalige Modellstadt der 1950er Jahre attraktiv zu machen für Menschen des 21. Jahrhunderts, war und ist das Ziel dieses groß angelegten Projektes, das 2007 mit drei Workshops und einem Aktionstag begann. Die meisten Bürgerinnen, Bürger und Akteure sind sich einig, dass die Ideen des Stadtplaners Reichow eine Zukunft haben, wenn sie an neue Bedürfnisse angepasst werden.

Es geht um Wohnen, Wirtschaft und Arbeit, Kultur und Soziales – und nicht zuletzt die Park- und Spiellandschaft Sennestadt in Zeiten des demographischen Wandels. Die Sennestadt soll attraktiver werden als Wohn-, Arbeits- und Freizeitort für die umworbenen hoch qualifizierten Arbeitskräfte – und zugleich attraktiv bleiben für die alternde Gründergeneration der Bewohner.

Zeitraum

Das Projekt begann 2007, der Förderzeitraum läuft 2014 aus. 

Es wird daran gearbeitet, dass die Sennestadt weiterhin ein gefördertes Stadtumbaugebiet bleibt. 

Zielgruppen
  • ältere Mitbewohnerinnen und –bewohner
  • Kinder und Jugendliche
  • junge Familien
  • Gründergeneration und Neubürger
  • Touristen
  • Einzelhandel
Partner
  • Stadt Bielefeld (Bauamt)
  • Sportvereine, Kulturinitiativen, lokale Netzwerke
  • Sennestadtverein
  • Sennestadt GmbH
  • Jugendzentrum LUNA u.a.
  • Wohnungsgesellschaften
  • MoBiel
  • Einzelhandel und Wochenmarktbetreiber
  • Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld
  • Teutoburger-Wald-Tourismus e. V.
  • Schulen
Aufgabe/Ziel

Stadtlandschaft: Probleme bestanden in der Verwahrlosung und im Funktionsverlust von Grünanlagen, der Bildung von Angsträumen, der unattraktiven Eingangssituation. Chancen bieten die schon von Reichow angestrebte Stadtlandschaft, die Senne- und Wasserlandschaft (Bullerbachtal, Sennestadtteich), die Quartiersplätze. Daraus ergaben sich folgende Ziele und Maßnahmen:

  • Neuentwicklung des Grünzugs im Bullerbachtal als „grünes Rückgrat“ ohne Angsträume und mit Wasser-Erlebnis
  • Erlebniswelt Sennestadtteich mit Seeterrasse und Tretbooten
  • zwei Landschaftsbasen zur Senne und zum Teutoburger Wald
  • Aufwertung der Fußgängertunnel
  • Trendsportangebot im Ost-West-Grünzug
  • neue Möblierung der Quartiersplätze, Belebung des Reichowplatzes
  • Umgestaltungen rund um Paderborner Straße und die Ortseingänge

Gemeinschaft und Nachbarschaft: Probleme bestehen in der Überalterung, der starken Konzentration von Zuwanderern in der Südstadt, den sich isolierenden Bevölkerungsgruppen und Vereinen, dem Wegfall dezentraler Versorgungsangebote. Chancen bieten das Reichow-Konzept der Mischbebauung und die starken Netzwerke vor Ort. Daraus ergaben sich u. a. folgende Ziele und Maßnahmen:

  • Einrichtung dezentraler Versorgungsstützpunkte in den Ortsteilen
  • Einrichtung eines Stadtteilmanagements mit Verfügungsfonds, platziert im Sennestadt-Pavillon
  • Imagekampagne unter dem Motto »Willkommen im grünen Bereich«
  • Vernetzung der Jugendeinrichtungen und Kulturinitiativen
  • Stadtrundgänge

Wohnen: Probleme bestehen darin, dass viele Einfamilienhäuser nur noch von einer oder zwei älteren Personen bewohnt werden, junge Familien oft keine geeigneten Eigenheime finden, viele Mehrfamilienhäuser nicht barrierefrei sind. Die Sennestadt kämpft mit einem negativen Außen-Image. Chancen bietet die starke Verbundenheit vieler Bewohner mit ihrem Viertel. Daraus ergaben sich u. a. folgende Ziele und Maßnahmen:

  • Die Sennestadt soll sich zur Modellstadt für neue Wohnformen und ökologisches Wohnen entwickeln.
  • Verbesserung des Wohnumfeldes in Württemberger Allee und Innstraße
  • Einrichtung eines Wohnungsbestandsmanagements zur Vermeidung von Leerständen
  • Neubau hochwertiger Seniorenwohnungen im Zentrum 
  • Entwicklung eines Senioreneinfamilienhauses als Modell
  • modellhafter barrierefreier Umbau von Mehrfamilienhäusern
  • Mieterbefragungen und Gespräche mit Eigentümern
  • Entwicklung neuer Service-Angebote

Infrastruktur: Probleme bereiten die trennende Wirkung von Straßen (Paderborner Straße), Mängel im Busverkehr innerhalb der Sennestadt, überfüllte Jugendzentren, veraltete Sportanlagen. Chancen bietet die spezielle Stadtlandschaft der Sennestadt. Daraus ergaben sich u. a. folgende Ziele und Maßnahmen:

  • Rückbau der Paderborner Straße
  • direkte Verbindung aller Verkehrsströme zwischen Nord- und Südstadt.
  • Modernisierung des LUNA und anderer Jugendeinrichtungen
  • neues Konzept für den Reichowplatz 
  • Angebot einer bilingualen Stadtteilbibliothek mit Lesepaten
  • Umnutzungskonzept für die Adolf-Reichwein-Schule
  • bessere Kooperation von Schulen 
  • Einrichtung eines Quartiersbusses
  • Patenschaften für Spielplätze und Sportanlagen

Gewerbe, Arbeitsstätten, Ausbildung: Probleme bestehen in der starken Konzentration des Einzelhandels, in der hohen Arbeitslosenquote der Einwohner, im Mangel an Tourismus, Freizeitwirtschaft und Gastronomie, in den Leerständen in Pavillons und am Reichowplatz. Chancen bietet die tripolare Gewerbestruktur mit Industrie, Dienstleistung und Handel. Daraus ergaben sich u. a. folgende Ziele und Maßnahmen:

  • Aufbau eines Quartiersrestaurants als Qualifizierungsmaßnahme
  • Aufbau eines „Green Teams“ als Beschäftigungsmaßnahme im öffentlichen Raum
  • Konzept für Tourismus und Freizeitwirtschaft
  • neues Nutzungskonzept für den Einzelhandel
  • Standortmarketing über eine Standortgemeinschaft, Reaktivierung der Werbegemeinschaft
  • Kooperationen zwischen Schulen und Wirtschaft
  • Umnutzung einer Gewerbehalle als Trendsporthalle
Status

Planung abgeschlossen, Maßnahmen werden derzeit umgesetzt.

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