Willkommen im grünen Bereich
Willkommen im grünen Bereich
Willkommen im grünen Bereich
Willkommen im grünen Bereich

Stadtbahn nach Sennestadt

Als Prof. Hans Bernhard Reichow sein Buch „Die autogerechte Stadt“ 1959 veröffentlichte, hatte er Jahre vorher den Wettbewerb für den Bau der Sennestadt gewonnen und dort ein organisches Verkehrs- und Erschließungssystem realisiert. Wie wäre Reichow aber damit umgegangen, wenn er gewusst hätte, in welchem Maße die Anzahl privater PKW zunimmt, wie sich Verkehrsstaus im täglichen Berufsverkehr bilden und wie damit die Umwelt belastet wird? Vielleicht würde er heute seinem Buch den Titel geben: „Die ökologisch verträgliche Mobilität“. Er hätte sicher auf Elektromobilität gesetzt und dabei versucht, möglichst viele Menschen gemeinsam zu befördern – er hätte sich bestimmt für die Stadtbahn eingesetzt!

Die Bezirksvertretung Sennestadt hatte im Jahr 2011 die Sennestadt GmbH darum gebeten, die Verlängerung der Stadtbahn nach Sennestadt zu forcieren und die Koordination mit allen anderen Themen der Stadtteilentwicklung zu übernehmen. In einem interdisziplinären Verfahren mit den Partnern moBiel, Stadt Bielefeld und Sennestadt GmbH, sowie Büros für Stadtbahn-, Straßen-, Stadt- und Landschaftsplanung ist innerhalb von zwei Jahren eine qualifizierte Machbarkeitsstudie erarbeitet worden. Begleitet wurde das Verfahren durch einen breit angelegten Kommunikationsprozesses.

Bernhard Neugebauer auf der Stadtbahn

Die Stadtbahnplanung nach Sennestadt war eingebunden in eine neue Linienführung von Heepen nach Sennestadt. Diese neue Linie 5 fand bei einer Bürgerbefragung im Jahr 2014 keine Mehrheit, sodass dieses Vorhaben vom Rat der Stadt Bielefeld aufgegeben worden ist. An dem zukunftsweisenden Mobilitätskonzept „moBiel 2030“ soll jedoch festgehalten werden – dabei sind der ÖPNV und der Stadtbahnausbau wichtige Bausteine.

Im Juni 2015 entscheidet der Stadtrat, dass die Planung für eine Stadtbahnverlängerung der Linie 1 nach Sennestadt weiter geführt wird und zu einem konkreten Planfeststellungsbeschluss führen soll. Die Verwaltung wird hierzu beauftragt, zeitnah gemeinsam mit moBiel zu prüfen, welche Alternativen für einen barrierefreien ÖPNV der heutigen Linie 1 vom Ortskern Brackwede bis Sennestadt möglich sind. Diese Alternativen sollen inklusive Nieder- und Hochflurtechnik unter ökologischen, ökonomischen und stadtgestalterischen Aspekten mit den betroffenen Stadtbezirken erarbeitet und dem Stadtentwicklungsausschuss zur Beratung vorgestellt werden.

„Die Gleise der Stadtbahn sind die Lebensadern der Stadt. Der Bezirk Sennestadt ist am weitesten vom Stadtzentrum entfernter und hat jetzt die einmalige Chance an diese Lebensadern angeschlossen zu werden, um endlich richtig dazuzugehören!“ freut sich Bernhard Neugebauer, Geschäftsführer der Sennestadt GmbH.