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Sennestadt

Die Sennestadt

Die Sennestadt ist ein Stadtteil ca. 10 km südlich von Bielefeld-Zentrum, der in den 1950er Jahren modellhaft als »neue Stadt« entwickelt wurde, um die Wohnungsnot in der kriegszerstörten Industriestadt Bielefeld zu lindern und um Tausende von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten aufzunehmen.

Die Sennestadt ist neben Eisenhüttenstadt die einzige neu gegründete deutsche Stadt seit 1945.
Sie entstand ab 1956 auf dem Gebiet der damaligen Gemeinde Senne II und war 1965-1973 eine eigenständige Stadt. 1973 wurde sie nach Bielefeld eingemeindet und bildet seitdem den Stadtbezirk Bielefeld-Sennestadt. Ein Sinnbild dieser Entwicklung ist das Sennestadthaus: Geplant als Rathaus und »Stadtkrone«, wurde es bis zu seiner Fertigstellung 1975 von der Gebietsreform überholt; ein Rathaus konnte dort niemals einziehen, nur eine Bezirksverwaltung sowie, neben anderen Firmen, die Sennestadt GmbH.

Die ab 1956 entstandenen Siedlungen und Gewerbeflächen der Sennestadt wurden von dem Stadtplaner und Architekten Hans Bernhard Reichow geplant und folgen seinem Konzept einer »organischen Stadtbaukunst«. Man erkennt das noch heute

  • am »grünen Kreuz«, das die Sennestadt durchzieht, 
  • an der Form des Straßen- und Wegenetzes, 
  • an der Ausrichtung der Wohnhäuser nach der Sonne, 
  • an der Mischung von Einzel-, Doppel-, Mehrfamilien- und Hochhäusern. 

Die Sennestadt ist in eine reizvolle Landschaft eingebettet: Ihr östlicher Rand ragt in den Teutoburger Wald hinein. Der Bullerbach, ein typischer Sennebach, durchfließt das »grüne Kreuz« und speist mehrere Teiche. Im Süden und Westen schließt sich die offene, leicht hügelige Senne an, eine frühere Heidelandschaft. Mit Dalbke wurde ein altes Bauerndorf, mit Eckardtsheim eine Außensiedlung der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, mit Heideblümchen eine weitere Siedlung in den Ort mit einbezogen.

Typisch für die Sennestadt ist

  • die gute Verkehrsanbindung über A 2 und A 33,
  • die Integration von Gewerbeflächen,
  • der Zusammenhalt: Ihre Bewohner loben gern das »Sennestadtgefühl«, eine historisch gewachsene besondere Verbundenheit und gelebte Nachbarschaft der Mitbewohner.